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Google “Latest Results” – was dies für Marken heisst und was Sie dagegen tun können
21. Januar 2010, 19:39
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Die Ankündigung von Google den Service “Latest Results” einzuführen hat weltweit hohe Wellen geschlagen und viele Diskussionen ausgelöst. Inspiriert durch eine interne Diskussion mit unsern Kollegen in UK möchten wir diese Gedanken auch unseren Lesern in der Schweiz nicht vorenthalten.

Worum es geht: Google will Suchanfragen durch aktuelle Ergebnisse aus der Presse, TV und Social Media Tools (hautpsächlich Twitter) ergänzen. Das Google Video zeigt wie der Service aussehen soll:

Dies hat nun weitreichende Folgen, dass Google damit “Spam” anfällig wird ist nur eine davon. Die SEO Community (Search Fachleute für die nicht soo digitalen unter uns) ist natürlich alles andere als erfreut, da sie durch die unkontrollierbaren Live Ergebnisse einen guten Teil ihres Einflusses über die Ergebnisseite verlieren.

Das der Kunde, der jahrelang alles dafür getan hat, an erster Stelle zu erscheinen und auch einiges dafür bezahlt dort zu bleiben, die Klickraten schwinden und die Kosten pro Click dafür in astronomische Höhen klettern sieht, nur weil eine negative Twittermeldung alles in Frage stellt, darüber wenig begeistert ist, liegt auf der Hand.

Die Search Industrie knirscht jetzt schon mit den Zähnen. Doch es gibt einige Strategien, welche Werbungstreibende ergreifen können.

Optimierung der Digitalen Ressourcen

Hier haben die Werbekunden immernoch den höchsten Einfluss darüber, was sie ins Netz lassen und wie. Die Universal-Suche und Ergebnisse können nicht alle Probleme lösen, sind aber nützliches Werkzeug gegen die flüchtigen Echtzeitergebnisse. Soweit bisher bekannt ist, werden die “Latest Results” die Universalsuche nicht ersetzen, sondern ergänzen. Wer neben seinen Texten auch seine Bilder und Videos konsequent für die Suchmaschinen optimiert, kriegt die Chance in den Suchergebnissen gut platziert zu werden.

Die Suchergebnisse der Bilder und Videos haben auch die Kraft – als Eyecatcher die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Bilder sagen nunmal mehr als Worte. Dies ist ohnehin eine Aufgabe woran Marken arbeiten sollten. Die Priorität wird durch die Einführung von “Lates Results” nur erhöht.

Online (Real-Time) Reputations-Management

Firmen welche sich in Social Networks engagieren (und ich meine hier nicht die Schaltung von Facebook Ads am Rand der Seite) wurde erklärt, sie müssten die Kontrolle über ihre Marke “aufgeben” und mit positiven wie auch negativen Feedbacks leben. Dies trifft nun nicht mehr nur auf die Marken zu, welche diese Auseinandersetzung mit ihren Kunden bewusst suchen. Durch die Verbreitung der spontanen Userfeedbacks auf den Google-Suchergebnisseiten, sind auf einen Schlag alle Marken betroffen – Images können nun gebildet oder zerstört werden, noch bevor der User die Google-Seite verlassen.

Einige Kunden bezahlen bereits für die Ueberwachung der Nennung und Wertung ihrer Marke im Internet und in Social-Networks (Stichwort Social-Media-Monitoring), um diese Erkenntnisse in ihre Marketing/Kommunikations-Strategie einfliessen zu lassen. Dies könnte zukünftig nicht genug sein. Marken könnten zukünftig jemanden benötigen, der unzufriedene Kunden sofort besänftigt (und damit die Negativ-Meldungen im Live-Results aufhält) oder zufriedene Kunden ermutigt, dies auch öffentlich (digital) kund zu tun. Starke positive Statements werden die Klickraten des natürlichen wie auch der bezahlten Search verbessern, schlechte Meinungen erzielen das Gegenteil.

Fazit

“Latest Results”  von Google wird das viel zitierte “Online Ökosystem” stark verändern. Google zwingt Firmen ihre Vorurteile bezüglich der Online-Massnahmen zu überdenken. Zukünftig Search Marketing ohne eine Social Media Strategie zu betreiben erscheint altertümlich, genau wie Marken, welche ihre Inhalte und Botschaften nicht sauber digital kennzeichnen und online verbreiten. Bei der integrierten Planung muss zukünftig neben Search (was zur Zeit vielerorts endlich dazu gehört) auch das Social Media Management und Tracking einbezogen werden.

Kurz: das Online-Ökosystem lebt und wird von “Live Results” genährt – Marken welche es “umarmen” (verstehen und es nutzen) können überleben und wachsen, es zu ignorieren ist nicht mehr länger eine Option für Marken die das Internet ernst nehmen.

This Article is inspired by Dan Moriarty “the click crowd” blog of MEC UK

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